Wirtschaftsförderung testet Kanustrecke an der Dülkener Marktstraße

Mit dem Umbau Alter Markt Dülken soll nach dem Wunsch der Wirtschaftsförderung ebenfalls ein weiterer Anreiz für Touristen geschaffen werden. Ein Testlauf der geplanten Kanustrecke an der Marktstraße wurde am vergangenen Mittwoch als positiv bewertet.

Foto: Rheinischer Spiegel/gg

Viersen-Dülken – In der 36. Kalenderwoche, genauer gesagt Anfang September, startet der Umbau Alter Markt. Die Bauarbeiten, die bis Mitte Februar umfassen, sollen nun erweitert werden durch eine touristische Maßnahme um die Zerstörung der traditionellen Dülkener Innenstadt und Veränderung zu einer modernen Aufenthaltsfläche abzurunden. Eine Kanustrecke ist die neuste Idee der bürokratischen Stilblüten, die von den umfassenden Diskussionen und der starken Kritik rund um die Baumfällungen ablenken könnte. Von der Moselstraße zur Markstraße testete die Wirtschaftsförderung mit dem bekannten Architekturbüro Wattfürnedriet einen ersten Testlauf mit Papierbooten, bevor die Marktstraße teilweise ausgehoben werden soll.

Um einen stetigen Fluss zu schaffen, wurde bereits ein Antrag bei der Bezirksregierung gestellt den Verlauf der Nette umzuleiten, um hierdurch Platz für Kanuten und weitere Wassersportler zu schaffen. „Zwar bietet der Verlauf nur die Möglichkeit bis zu drei Kanuten nebeneinander antreten zu lassen“, so der Planer, „die Wettkampfstrecke entspricht trotz allem der europäischen Norm und wir haben bereits Pläne zu einem Einer-Canadier-Wettkampf bei der Eröffnungsfeier fertig stellen können.“ Ebenfalls eine Konkurrenzveranstaltung zum Badewannenrennen auf der Niers wäre möglich und auch die Wasserspiele der Schützen am Grenzweg könnten für die Dülkener Schützenvereine als Vorbild dienen.
Seit 1936 gehört das Kanu-Flachwasserrennen zu den Disziplinen der Olympischen Spiele. Die Kanustrecke-Marktstraße soll jedoch eher den Schauwettkämpfen auf einer Kurzstrecke von 500 m nachfolgen durch die 1924 in Paris der Kanurennsport erst in den näheren Blick der Öffentlichkeit geraten war. (S. A. Tire)

Achtung Satire! Ein Wasserrohrbruch hat in den vergangenen Tagen die Marktstraße unter Wasser gesetzt und es ist wahr, für Papierboote ergab sich eine hervorragende Wettkampffläche. Auch bis Mitte Februar wird beginnend ab September der Umbau des Alten Marktes andauern – Kanuten wird es wohl nicht zu einem Wettkampf in den Schatten des Dülkener Doms ziehen. Wahr dagegen die Kritik an den Baumfällungen. Mehrere Unterschriftenlisten wurden hierzu eingereicht, ohne Erfolg oder einem Umdenken bei der Stadtverwaltung bzw. zuständigen Politikern. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel/gg

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