Wildgehege Süchteln: „Es gab sogar einen Vorfall, bei dem mit Softair-Waffen auf das Damwild geschossen wurde.“

Die Städtischen Betriebe haben mit der Erneuerung von Zäunen im Wildgehege auf den Süchtelner Höhen begonnen. Zunächst profitieren davon das Damwild und die Kamerunschafe, deren Bewegungsmöglichkeiten sich deutlich erweitern. Die Zäune im Wildgehege hatten stark unter dem Sturm Friederike gelitten.

Foto: Rheinischer Spiegel

Viersen-Süchteln – An vielen Stellen wären Bäume umgestürzt und hatten die Begrenzungen der Gehege unter sich begraben. Sowohl das Damwild als auch die Kamerunschafe waren darum zunächst auf kleinem Raum in Bereichen untergebracht, die provisorisch eingezäunt waren.

Nachdem nun die Aufräumarbeiten im Baumbestand weit fortgeschritten sind, konnte die Stadt beginnen, neue Zäune zu setzen. Das Damwild hat wieder sein altes Gehege zur Verfügung. Für die Kamerunschafe wird das ehemalige Rotwildgehege hergerichtet.

Insbesondere für das Damwild bringt das erhebliche Verbesserungen. Die Tiere nutzen gerne Rückzugsräume, die sie im Provisorium nicht hatten. Stadtförster Rainer Kammann berichtet, dass Menschen diese fehlende Fluchtmöglichkeit der Tiere vielfach genutzt haben, um das Damwild zu ärgern. Dass die Tiere mit Gegenständen beworfen wurden, ohne sich den Attacken entziehen zu können, sei noch das Geringste gewesen: „Es gab sogar einen Vorfall, bei dem mit Softair-Waffen auf das Damwild geschossen wurde.“ Er hofft, dass sich solche Aktionen nicht wiederholen.

Im nächsten Schritt sollen anschließend die Zäune rund um das Wildschweingehege wieder aufgebaut werden. Wegen des großen Umfangs der hierfür erforderlichen Arbeiten sei ein förmliches Vergabeverfahren nötig, das einige Monate dauern könne. Über die Frage, ob und in welchem Umfang wieder Wildschweine hier einen Platz finden sollen, sei noch nicht entschieden. Wie hoch die Kosten für die wieder aufgestellten Zäune sind, stehe ebenfalls noch nicht fest. Grobe Schätzungen gingen von einem Betrag um die 20.000 Euro aus. Einen Teil davon werde die Versicherung tragen. Details zu den bisher erfolgten Aufräum- und Wiederherstellungsarbeiten nach „Friederike“ wird der Stadtförster im nächsten Ausschuss für Bauen, Umwelt- und Klimaschutz nennen. Die Sitzung mit dem Vortrag im öffentlichen Teil findet am Donnerstag, 3. Mai 2018, ab 18 Uhr im Forum am Rathausmarkt statt.