Unternehmer der Großen Bruchstraße melden sich mit Brandbrief zu Wort

Mit einem offenen Brandbrief melden sich zwanzig Geschäfte der Großen Bruchstraße zu Wort, denn durch die mittlerweile seit sechs Wochen gesperrte Durchfahrt wachse täglich die Bedrohung der Existenz.

Viersen – Der Tiefensammler, der ab nächstem Jahr die Freiheitsstraße zu einer riesigen Baustelle macht und bereits seit seiner Planung kritisch diskutiert wird, wirft seine Schatten voraus. Seit rund sechs Wochen ist die Große Bruchstraße gesperrt, immer weniger verirren sich Kunden von der Gladbacher Straße aus in diesen Teil der Südstadt. „Immer wieder haben wir bei der NEW, den Arbeitern und der Stadt Viersen angefragt, wann das ein Ende hat“, so ein Geschäftsinhaber. Die Antworten seien, wenn sie denn überhaupt kamen, mehr als unzufrieden gewesen, berichtet er weiter. Mittlerweile seien die ersten Arbeitsplätze bedroht und eine Hilfe von den Verantwortlichen oder der Stadt wäre ausgeblieben. Mit einem Brandbrief an die SPD-Bürgermeisterin Sabine Anemüller, angestoßen vom Mexican Restaurant, versuchen nun zwanzig Geschäfte der kritischen Situation Nachdruck zu verleihen. Nur wenige Stunden würde hier in der Woche sichtbar gearbeitet ist in dem mit Unterschriften versehenen Schreiben zu lesen.

„Dabei weiß sie bereits darüber Bescheid, wie es uns hier geht. Hilfe habe ich bisher nicht gesehen. Ich hoffe, dass meine Unterstützung genug Öffentlichkeit aufweckt und auch die Verwaltungsspitze daran erinnert, wofür sie gewählt wurde.“ Dringend wäre es und die Zeit liefe davon. Dabei sollte die Stadt Viersen zudem über die „nicht zuende gedachte Planung“ nachdenken, einen Teil der Großen Bruchstraße in eine Einbahnstraße zu verwandeln. „Bei der Bürgerinfo hatte nicht nur ich das Gefühl, dass diese Variante von der Stadt bevorzugt wird und der Abend eine Farce wäre. Bis sich eine solche Einbahnstraße eingespielt hätte gibt es keine Geschäfte mehr auf der Großen Bruchstraße. So kann man die Südstadt zu Tode beruhigen.“ (dt)