Umfrage: Kunde und/oder Kundin? Benötigen wir eine geschlechtersensible Sprache?

Der Bundesgerichtshof hat heute die Revision einer 80-jährigen Sparkassen-Kundin aus dem Saarland zurückgewiesen. Diese hatte geklagt, weil sie sich wegen der unweiblichen Formularansprache „Kunde“ diskriminiert fühlte.

Foto: ShuaiGuo

Gesellschaft – Auch in der Vorinstanz beim Landgericht Saarbrücken war die Klage bereits abgelehnt worden. Die für die Klägerin zu pauschale männliche Bezeichnung auf Formularen kann nun erst einmal erhalten bleiben. In seiner Begründung wies der Bundesgerichtshof der Bundesgerichtshof darauf hin, dass keine Kundin wegen ihres Geschlechts benachteiligt werden würde und kein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht oder ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz vorliegen würde.

Nun will Marlies Krämer bis vor den Europäischen Gerichtshof ziehen. Bereits in den 1990er-Jahren verzichtete die 80-Jährige auf ihren Pass, sammelte erfolgreich Unterschriften für weibliche Wetter-Hochs. Marlies Krämer sieht in der Sprache den Schlüssel zur Gleichberechtigung. (dt)

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