QR-Codes führen zu Informationen über Viersener Straßennamen

Die Stadt Viersen bietet in Zusammenarbeit mit dem Verein für Heimatpflege Viersen einen neuen Service: An ausgewählten Straßen gibt es QR-Code-Aufkleber an den Masten der Straßennamensschilder. Diese QR-Codes führen zu Informationen über die Namensgebung. Das Angebot startet mit 48 Straßen in Alt-Viersen. Entsprechende Hinweise in Dülken, Süchteln und Boisheim folgen in den nächsten Wochen.

Foto: Rheinischer Spiegel

Viersen – Die QR-Codes machen es möglich, die Informationen kostengünstig und flexibel bereitzustellen. Statt aufwändiger Zusatzschilder unter dem Namen, die nur ganz knappe Hinweise enthalten, können Interessierte nun das Wissen, das über die Veröffentlichungen des Heimatvereins vorhanden ist, direkt auf die Smartphones der Nutzerinnen und Nutzer bringen.
Die Idee dazu wurde von Rainer Flug, selbst Anwohner der Solferinostraße, angestoßen, Stephan Sillekens (CDU-Ratsherr) und Marina Hammes (CDU-Bürgermeisterin a. D.) stellten den Kontakt her.

Die bisher in Viersen wie in vielen anderen Städten verwendeten Zusatzschilder unter dem Straßennamen enthalten aus Platzgründen nur wenige Informationen. Hier finden sich beispielsweise bei Personen die Funktion und die Geburts- und Sterbejahre. Ganz anders sieht das in den Straßennamensbüchern des Vereins für Heimatpflege aus. Dort gibt es ausführliche Erläuterungen zu Viersener Persönlichkeiten, über den Bezug der Straßennamen zur Lage im Ort oder auch Hintergrundwissen zu mundartlichen Benennungen.

In Gesprächen mit dem Heimatverein und auf Anregung von Bewohnern der Solferinostraße entstand die Idee, die Technik der QR-Codes zu nutzen, um das Wissen zu den Straßennamen für Interessierte verfügbar zu machen. Nach dem Einscannen mit dem Smartphone werden die Nutzerinnen und Nutzer zu einer Internetadresse geführt, auf der die Informationen zu dem jeweiligen Straßennamen hinterlegt sind.

Die QR-Codes werden auf Folien ausgedruckt. Diese Folien werden an die Masten mit den entsprechenden Straßennamen geklebt. Die Arbeiten an dem Projekt, vom Erzeugen der Dateien über das Einrichten der Internetseiten bis hin zum Druck und der Anbringung der Folien sind auf mehrere Dienststellen der Stadtverwaltung verteilt. Dank der guten internen Zusammenarbeit funktionieren diese Abläufe reibungslos.

„QR“ steht für „Quick Response“, auf Deutsch: schnelle Antwort. Der Code wurde 1994 von dem japanischen Unternehmen Denso Wave entwickelt. Aufgrund einer automatischen Fehlerkorrektur gilt das Verfahren als sehr robust. Es ist daher weit verbreitet.

Für Interessierte, die die Informationen von zuhause aus oder ohne die QR-Codes aufrufen wollen, stehen die Angaben zusätzlich auf der Internetseite der Stadt Viersen zur Verfügung. Sie sind zu finden, indem man auf der Startseite von www.viersen.de in das Feld „Suche“ den Begriff „Straßennamen“ eingibt.