Mönchengladbach: Über die Hälfte der Schulen bereits ans Glasfasernetz angeschlossen

Stadt will bis 2023 Medienausstattung aller Schulen systematisch modernisieren und vereinheitlichen: Entwurf des Medienentwicklungsplans im Schul- und Bildungsausschuss.

Mönchengladbach – Die Schullandschaft soll mit der Digitalisierung Schritt halten können und nach und nach über Breitband ans Netz gehen. Von insgesamt 86 Schulgebäuden sind derzeit 52 entweder bereits ans Glasfasernetz „angeschlossen“ oder werden voraussichtlich bis Ende des Jahres angeschlossen sein. Dies entspricht einer Quote von 60 Prozent. Das geht aus dem Entwurf des Medienentwicklungsplanes für die Schulen hervor, den die Verwaltung in der gestrigen Sitzung des Schul- und Bildungsausschusses einbringen wird. Der Medienentwicklungsplan beschreibt, wie im Zeitraum 2019 bis 2023 die Medienausstattung der Mönchengladbacher Schulen systematisch und flächendeckend erneuert und dem aktuellen Bedarf der Gegenwart angepasst werden könnte. Neben der Modernisierung soll die Ausstattung vor allem auch vereinheitlicht werden.
Nicht nur, dass die Schulen ans Glasfasernetz angeschlossen sein müssen, auch die schulinterne Serverstruktur und Verkabelung in möglichst alle Unterrichtsräume, die auch mit WLAN-Hotspots zu versorgen sind, muss zur Umsetzung der Ziele geschaffen werden. Die Planung geht mit Blick auf die Finanzierbarkeit bei der Ausstattung davon aus, dass auf fünf Schülerinnen und Schüler jeweils ein Endgerät (teils stationäre PCs teils mobile Laptops) entfallen. Die Verwaltung unternimmt in der Umsetzung den Versuch, die notwendigen Investitionen möglichst gleichmäßig auf den Fünf-Jahres-Zeitraum zu verteilen und die Gebäude, bei denen größere Sanierungsmaßnahmen anstehen, gesondert zu betrachten.
„Wir streben das ehrgeizige Ziel an, uns in NRW an die Spitze zu bewegen“, so der zuständige Beigeordnete Dr. Gert Fischer. Schulträger und Schulaufsicht haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht und mit Hilfe eines externen Büros alle Schulen untersucht. Im Digitalisierungsprozess soll auf das vorhandene städtische Vitus-Net zurückgegriffen werden. Während die Stadt als Schulträger die Infrastruktur vom Netzanschluss über Präsentationstechnik bis zum Endgerät schafft, ist das Land für Unterrichtsinhalte und –formen sowie „Cloud-Lösungen“ und pädagogische Lösungen als unverzichtbare Instrumente im Zusammenhang der Digitalisierung von Schule zuständig.
Der Bund hatte in diesem Zusammenhang insgesamt fünf Milliarden Euro an Fördermitteln angekündigt. Voraussetzung für eine Förderung ist u.a. die Aufstellung eines Medienentwicklungsplans. In welchem Umfang die Planung und die Reihenfolge der auszustattenden Schulen umgesetzt werden könnte, soll im Rahmen der Haushaltsberatungen im kommenden Herbst durch den Rat entschieden werden und wird ganz wesentlich von der Förderung durch den Bund abhängen.