Fake-News: Marcel Hohmann bleibt ein Fake – auch wenn Carmen Geiss davor warnt

Die Nachricht geistert bereits seit mehr als sechs Jahren durch Facebook oder WhatsApp, irgendwann wurde es ruhiger um den angeblichen Virus Marcel Hohmann. Nun ist er wieder da und die Fake-Nachricht verbreitet sich im Facebook-Messenger rasant auf allen Profilen. Unter anderem übrigens bei Carmen Geiss, die ihren über 650.000 Followern die Warnung auf ihrem Profil präsentierte – alleine hier teilten über 1.500 Menschen den Post ohne ihn zu prüfen.

Gesellschaft – Mit einem Facebook-Bild, das eigentlich schon aufmerken lassen müsste, weil Facebook seitdem mehrere Designupdates erfahren hat, geistert seit einigen Tagen wieder Marcel Hohmann durch das soziale Netzwerk. Dabei hatte dieser schon zahlreiche Namen, einige erinnern sich vielleicht noch an Moritz Häupl, Jayden K. Schmitz oder Ute Christoff.

Hierbei handelt es sich jedoch um einen Hoax, einen schlechten Scherz der tausendfach geteilt wird. Ende 2017 war es Hannes B., den gibt es übrigens wirklich, zumindest als reale Person und der nicht wusste wie ihm geschah, als er in Bayern schnell Mittelpunkt der Berichterstattung (u. a. bei der Antenne Bayern) wurde. Einige Fußballkollegen des Vereins SV Egg an der Günz im Allgäu machten sich einen Scherz, trugen den vollen Namen des Abwehrspielers Hannes B. in eine WhatApp-Nachricht mit eben dieser üblichen Warnung inklusive Handynummer ein und verteilen sie im Kreise der Mitspieler. Irgendwann schaffte sie den Sprung aus diesem inneren Kreis heraus und war geboren. Bei Hannes B. gingen durch diesen Scherz zahlreiche Drohungen ein, die Handynummer wurde gewechselt.

Auf die Nachfrage der ganzen aktuellen Warner, ob denn auch nur einer eine Anfrage von Marcel Hohmann bekommen habe, sind die Antworten alle simultan: Nein, man wolle nur warnen. Ruft man die Nummer an, so läuft der Anruf ins Leere. So funktioniert ein Hoax oder ein Kettenbrief. Die verunsicherten Nutzer ob Facebook oder Smartphone wollen ihre Freunde und Bekannten schützen und verbreiten so weitere Panik. Seit Jahren versuchen verschiedene Medien und auch die Plattform Mimikama über Marcel Hohmann aufzuklären. Selbst Facebook informierte, denn den Virus und Hacker Marcel Hohmann gibt es nicht, er kann auch nicht den Rechner zerstören durch Annahme einer Anfrage bei Facebook. Dieser Satz alleine müsste WhatsApp-Nutzer stutzig machen, denn die Festplatte eines Smartphones lässt sich schwierig zerstören, schließlich gibt es hier keine Festplatte. Außerdem ist eine Kontaktanfrage von Unbekannten nicht möglich. Wer auch immer dieser Marcel Hohmann also sein mag – eine Gefahr für Nutzer auf Facebook oder WhatsApp ist er auf jeden Fall nicht. Der beste Weg diese Kettenbriefe zu stoppen ist sie ruhen zu lassen, sie nicht weiter zu verbreiten, und so gilt auch weiterhin der gute Vorsatz: „Erst denken, dann klicken“.. (cs)

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