„Die Dortmunder Spieler haben ein Zeichen für die gesamte Gesellschaft gesetzt.“

In einem ausverkauften Borussia-Park erwartet die Fohlenelf am kommenden Samstag die Dortmunder. Bereits zum 90. Mal treffen die beiden Teams aufeinander, die Bilanz spricht leicht für den BVB, der 32-mal gewann. 29-mal konnte die Fohlenelf das Spiel für sich entscheiden, bei den restlichen Spielen trennten sich die Mannschaften unentschieden.

Region – „Die Dortmunder Spieler haben ein Zeichen für die gesamte Gesellschaft gesetzt, sich nicht kleinkriegen zu lassen“, so Max Eberl. „Wir können uns nicht vorstellen, was in ihren Köpfen vorgegangen ist und vorgeht. Trotz der Vorfälle der Vergangenheit hoffe ich, dass wir eine großartige Stimmung haben werden. Ich hoffe auch und das wäre mir eine Herzensangelegenheit, wenn wir auch Dortmund beklatschen. Nicht im Spiel, aber wenn sie zum Aufwärmen rauskommen und wir ihnen den Respekt entgegenbringen den sie verdient haben. Denn diese Leistung vor zehn Tagen, in Anführungsstrichen ‚Leistung‘ vor zehn Tagen, sich diesem Terroranschlag ein stückweit zu widersetzen und trotzdem einen Tag später zu spielen mit aller Schwere und allen psychischen Problemen und, dass sie für uns, und ich meine mit uns die Gesellschaft, eingetreten sind und gesagt haben ‚Wir spielen dieses Spiel‘ und ‚Wir wollen uns davon nicht beeinträchtigen lassen‘, dass verdient den größten Respekt von uns als Verantwortlichen, aber ich hoffe auch, und das wünsche ich mir, auch von den Menschen, die am Samstag im Stadion sein werden.“

Dabei muss Trainer Dieter Hecking auf sechs Spieler verzichten. Tony Jantschke, Raffael (Innenbanddehnung im Knie), Christoph Kramer (Innenbandteilriss im Kniegelenk), Fabian Johnson (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Marvin Schulz (Aufbautraining nach Verletzung im Adduktorenbereich) und Mamadou Doucoure fallen verletzungsbedingt aus, ebenfalls der Einsatz von Thorgan Hazard ist aufgrund eines Knieproblems fraglich.

Angesprochen auf den Weggang von Mo, sagte Dieter Hecking, der anmerkte, dass seine damalige Aussage falsch interpretiert wurde: „Ich kritisiere nicht den Verein Borussia Dortmund, dass sie Mahmoud Dahoud verpflichtet haben. Ich habe lediglich zum Ausdruck gebracht, dass ich es besser gefunden hätte für seine Karriere wenn ich darauf hätte eingehen können. Weil ich einfach glaube, dass Mo in der Rückrunde wieder der stabile Faktor ist. Ich bin der Meinung es ist ein Spieler der über ein überragendes Potential verfügt und der auch den nächsten Schritt machen muss, auch in einen höheren Verein als uns. Aber für seine persönliche Entwicklung glaube ich, dass dies eher ein Schritt zur Seite ist und diesen Schritt hätte er auch in Mönchengladbach, in einem gewohnten Umfeld, ein weiteres Jahr machen können. Für ihn persönlich und für seine Karriere glaube ich, wäre das nicht schlecht gewesen.“

Erwartet wird ein spannendes Spiel, blicken die Fußballfans doch verträumt auf packende und nervenaufreibende Duelle zurück. Unvergessen bleibt der 12:0 Erfolg aus dem Jahr 1978, der bis heute der höchste Heimsieg der Vereinsgeschichte ist. Zu Hause hat der VfL statistisch die Oberhand, wie torreich das Spiel wird, dass können die Fans übermorgen ab 18.30 Uhr verfolgen.

Borussia verlängert Vertrag mit Tony Jantschke

Bekanntgeben konnte Eberl ebenfalls, dass der 2018 auslaufende Vertrag mit dem eigenen Nachwuchs und Abwehrspieler Tony Jantschke (27) bereits vorzeitig bis Juni 2021 verlängert wurde. „Wir freuen uns sehr, dass wir ihn auch in den nächsten Jahren bei uns haben werden“, sagte Sportdirektor Max Eberl zu der Entscheidung. Auf die Frage ob Tony Jantschke der ewige Borusse bleiben würde antwortete Hecking: „Ich glaube, dass die Vertragsverlängerung von Tony die logische Folgerung aus dem ist, was er sich in den letzten Jahren erarbeitet hat, hierbei auch sein Standing in der Mannschaft und die konstante Leistung seit ich hier bin, auch wenn er zurzeit verletzungsbedingt ausfällt. Ich denke wenn man einen so stabilen Faktor in einer Mannschaft für weitere drei Jahre Borussia binden kann, dann ist das ein sehr gutes Zeichen und spricht für Kontinuität.“ Jantschke, der seit 2006 der Borussia angehört, kam 2008 zum ersten Mal in der Bundesliga zum Einsatz. 236 Pflichtspiele kann er verzeichnen, fällt jedoch aktuell aufgrund eines Muskelfaserrisses im linken Oberschenkel aus. (re)

Foto: Viersen inside

 

 

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