CDU Viersen packt an um den Einzelhandel zu stärken

Die Viersener CDU-Fraktion fordert konkrete Maßnahmen von der Verwaltung zum Erhalt und zur Stärkung des Viersener Einzelhandels.

Viersen blüht SkulpturViersen – Dem stetig wachsenden Leerstand und dem Ausbleiben der Kunden in Viersen will die CDU Viersen entgegenwirken und hat für das ständige Warten auf die Umsetzung wichtiger Anträge und Ideen durch die Verwaltung kein Verständnis mehr.

In der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses legte sie deshalb einen klar definierten Antrag mit Maßnahmen und Wünschen der Einzelhändler vor, während die Stadt Viersen auf die geplante Erstellung des Konzepts „Einkaufsstadt 2020“ verwies. Gerade bei diesem Konzept handelt es sich allerdings um eine der wichtigen Maßnahmen für Viersen, die bereits im letzten Jahr mit Einzelhändlern, Organisationen und Bürgern erarbeitet werden sollte, jedoch verschoben wurde.
Der Vorschlag der technischen Beigeordneten Beatrice Kamper, den CDU-Antrag doch gemeinsam mit diesem geplanten Konzept zu erarbeiten, wurde von der CDU vehement abgelehnt, zu lange hin wären hier erst Ergebnisse zu erwarten. Die Prüfung des Antrags der sieben Punkte umfasst, soll die Stadt nun bereits in der nächsten Sitzung am 27. Juni vorlegen, um dieses wichtige Thema ohne weitere Verzögerung anzupacken.

„Wir müssen uns in Viersen um die Attraktivität der Fußgängerzone auch deshalb verstärkt bemühen, da der Rat der Stadt Viersen mit der Entscheidung für den Vollsortimenter Edeka in der Nähe des Bahnhofs jenseits der Bahngleise die Möglichkeit zur Ansiedlung eines Vollsortimenters in der Innenstadt bis auf weiteres unmöglich gemacht hat,“ führt die CDU in ihrem Antrag aus. „Bei den betriebenen Flächen hat kein weiterer Vollsortimenter eine Chance zusätzlich am Markt zu existieren. Das ist besonders misslich, da erwiesen ist, dass Lebensmittelhandel ein bedeutender Frequenzbringer ist.“

Für mehr Attraktivität, Lebensqualität und Einkaufskomfort in Alt-Viersen hatte die CDU bereits Anfang des Jahres zu einem Dialog eingeladen, bei dem Dr. Winfried Tackenberg über Bedarfe und Bedürfnisse der Kunden referierte.
Die Installation von Kinderinseln in der Fußgängerzone, Kinderkümmerer, während die Eltern einkaufen gehen, eine verstärkte Präsenz der „Blauen Sheriffs“ und eine zusätzliche Ansiedlung von Gastronomie die zum Verweilen einlädt, soll ebenso geprüft und umgesetzt werden wie gebührenfreies Parken täglich ab 16 Uhr, eine Förderung des Eventcharakters der Stadt durch weitere Veranstaltungen oder die professionelle Unterstützung der Einzelhändler durch das Stadtmarketing.

„Außerdem sind Events und ein Weihnachtsmarkt in der Stadt wünschenswert. Ohne potentielle Kunden kann eine Innenstadt nicht florieren, um nicht gar von überleben zu sprechen. Um die Kundenfrequenz dennoch zu erhöhen oder mindestens zu halten, bieten sich die vorgeschlagenen Maßnahmen in unserem Antrag an. Wenn wir jetzt nicht investieren, werden die negativen Auswirkungen uns in naher Zukunft wesentlich mehr Geld an anderer Stelle kosten und die Stadtkasse auch belasten. Nur leider hätten wir dann in Viersen schon eine Geisterstadt, die es zu verhindern gilt“, so Stephan Sillekens (Fraktionsvorsitzender CDU) und Anne Kolanus (Vorsitzende CDU Bezirk Alt-Viersen). (pl)

Foto: Viersen inside

Ein Kommentar

  1. Schön, dass die CDU sich dem Thema „Stärkung des Einzelhandels“ widmet. Leider kommen diese Überlegungen, wie bei 90% der Städte in der Größenordnung von Viersen, ca. 10 Jahre zu spät. Aktionismus ist hier fehl am Platze. Nur durch gemeinsame Anstrengungen alles Beteiligten, also Eigentümer, Stadt, Stadtmarketing sowie der Einzelhandel müssen umdenken. Nur gemeinsame Planungen werden hier helfen. Leerstand ist für alle Seiten ein Zustand der nicht gewünscht ist. Mieten, die sich am Anfang nur auf die Grundkosten belaufen und bei Erfolg an eine von beiden Seiten festgelegten Mietpreiserhöung in Abhängigkeit des Erfolges gekoppelt ist, könnte eine Lösung sein. Aber auch das Stadtmarketing könnte mit der Einführung einer „Viersen Karte“ (Gutscheinkarte) die bei dem Einzelhandel eingelöst wird, die Bindung der Kunden mit ihrer Stadt fördern. Auch eine gemeinsame Homepage, in der die Einzelhändler präsentieren können, wäre ein Ansatz. Inhabergeführte Geschäfte haben in der heutigen Zeit nur durch eine Spezialisierung eine Chance.

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