BdSt NRW rät, Lebensversicherung bei der Steuererklärung anzugeben

Wer 2017 eine Lebensversicherung ausbezahlt bekommen hat, sollte daran denken, dies bei der Steuererklärung in diesem Jahr anzugeben. Das empfiehlt der Bund der Steuerzahler NRW. Denn bei vielen Verträgen müssen die Versicherer die Abgeltungsteuer abziehen. Zu viel gezahlte Steuern müssen sich die Steuerzahler über die Einkommensteuererklärung zurückholen.

Foto: Nattanan Kanchanaprat

Ratgeber – Steuerzahler sollten in diesem Jahr unbedingt daran denken, die Erträge aus ihren Lebensversicherungen bei der Einkommensteuererklärung anzugeben. Denn die Versicherer sind bei vielen Verträgen verpflichtet, die Abgeltungsteuer abzuziehen. Die zu viel gezahlten Steuern müssen sich die Steuerzahler dann über die Einkommensteuererklärung zurückholen. Das gilt vor allem für Lebensversicherungen, die nach dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen wurden, erklärt der Bund der Steuerzahler.

Das steckt dahinter: Wurde die Lebensversicherung bis Ende 2004 abgeschlossen, können die Erträge steuerfrei vereinnahmt werden, wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre gelaufen ist. Für Verträge, die nach dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen wurden, gelten andere Steuerregeln (so genannte Neuverträge). Gleichgeblieben ist bei den Neuverträgen die Zwölfjahresfrist, so dass erstmals ab dem Jahr 2017 verstärkt Auszahlungen aus diesen neuen Verträgen erfolgt sind. Erfolgt die Auszahlung nicht vor dem 60. Lebensjahr des Versicherungsnehmers, bleiben die Kapitaleinnahmen zwar zur Hälfte steuerfrei, allerdings behält das Versicherungsunternehmen von den gesamten Erträgen die Abgeltungsteuer ein.

Die Steuerzahler müssen deshalb eine Korrektur über die Einkommensteuererklärung in der Anlage KAP für Kapitalerträge vornehmen, erklärt der Bund der Steuerzahler. Hier erfolgt dann die hälftige Berücksichtigung der Erträge und eine Besteuerung mit dem persönlichen Steuersatz.

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